Dominikanisches Wappen mit Veritas - "Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott ..." Edith Stein                                Maria Magdalena begegnet dem Auferstandenen am Grab. Medaillon über dem Seitenaltar der Klosterkirche  Das Wort Gottes ist Richtschnur für unser Leben.  Unsere tägliche Anbetung vor dem Allerheiligsten  Die Schwesterngemeinschaft während des Gottesdienstes in der Klosterkirche  Der heilige Dominikus     

            Kloster der Dominikanerinnen zur hl. Maria Magdalena in Speyer

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Die Geschichte der Schulen
des Klosters St. Magdalena

 

 


Das Kloster St. Magdalena in der Nähe des Domes besteht seit dem Jahre
1228.

Bereits im 14. Jahrhundert vertrauten Speyerer Bürger den Schwestern in der Vorstadt Hasenpfuhl ihre Kinder zur Erziehung an, und diese bereiteten die jungen Menschen vor für ein christliches Leben in der Welt.

 In der Klosterchronik lesen wir:
 "
Die Ordensfrauen haben im Geistlichen und Zeitlichen mit gutem Gedeihen zugenommen ... und ein gutes Lob vor Gott und der Welt. Derobhalben ein jeder hohen und niederen Standes ihnen wohl zugetan ... und bewegt worden, ihre lieben Kinder ins Kloster, Zucht, Tugend und andere ehrliche Arbeit zu lernen, zu bestellen.“

 “ ... dass jedermann sie (die Schwestern) geliebt und (dass sie) in große Ästimation und Wert kommen. Auch haben Angehörige von Adel und Voradel wie auch die Bürger wegen des vorbildlichen Lebens der Schwestern ihre Kinder zur Unterweisung ins Kloster getan, deren danach viele den Orden angenommen ...“

 
1689 liegt das Kloster nach einem Brand in Speyer in Schutt und Asche.

In der Zeit von 1792 – 95 müssen die Schwestern viermal das Kloster verlassen. Erst 1797 kehren sie nach Speyer zurück. 1802 werden die Schwestern gezwungen, ihre Ordenskleidung abzulegen, das Kloster wird als Staatseigentum erklärt, die Schwestern werden ausgewiesen und müssen emigrieren, das Klostergebäude wird versteigert.

1807 kann das Kloster zurückgekauft und den Schwestern überlassen werden.

  Den Auftrag für die Errichtung einer Schule bekamen die Schwestern durch König Ludwig I von Bayern.

Mit einer Schwester und zwei weltlichen Lehrerinnen wurde im Februar 1829 die erste katholische Mädchenschule eröffnet mit 200 Schülerinnen, die auf 3 Klassen verteilt wurden.

Die Schule entfaltet sich gut, allerdings macht der Stadtrat von Speyer erhebliche Schwierigkeiten. Er weigert sich, Lehrmittel zur Verfügung zu stellen, fordert ein halbes Jahr nach Schulbeginn die Schulbänke zurück, teilt in den Wintermonaten 1829/30 nur für einen Schulsaal Heizmaterial zu, zahlt an drei Lehrerinnen nur das Gehalt für eine Lehrperson, stellt für das Schuljahr 1831diese Zahlung schließlich ein und kommt für den Unterhalt der Schulgebäude nicht auf.

Die Quertreibereien des Stadtrates können nicht hindern, dass die Klosterschule einen guten Ruf hat und aus den staatlichen Visitationen als beste des Rheinkreises hervorgeht.

Im Herbst 1838 eröffnet die Priorin Mathilde Königsberger eine Höhere Töchterschule und ein Internat.

Im Fächerkanon ist unter anderem Französisch mit vier Wochenstunden vertreten. Die Schule beginnt mit 25 Schülerinnen.

1841 entsteht die Lehrerinnenbildungsanstalt, zunächst zur Ausbildung klösterlicher Lehrerinnen.

1853 ist die Zahl der Klosterschülerinnen in der Volksschule auf 365 gestiegen, die Errichtung einer 5. Klasse ist dringend geboten. Im Verlauf der nächsten 25 Jahre steigt die Anzahl der Klassen auf 8, die Schülerinnen auf rund 570.

Schließlich wird 1881 ein Schulneubau erstellt.

 Nach dem Ersten Weltkrieg hat das Kloster folgende Schulen eröffnet, um Mädchen eine größere Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeit zu bieten:

     ·             die Mädchenvolksschule mit 19 Klassen

·             die 6-klassige Höhere Mädchenschule mit Internat

·             die 5-klassige staatlich anerkannte Pfälzische Lehrerinnenbildungsanstalt

·             eine Frauenarbeitsschule

·             eine 2-klassige Handelsschule

  • 1919 übernimmt das Kloster das Marienheim,

  • ab 1923 übernehmen die Schwestern die Mädchenrealschule (Luiseninstitut) in Mannheim,
    die einzige katholische Schule in dieser Stadt.

  • 1927 eröffnet das Kloster ein Lyzeum und ein Gymnasium in Ludwigshafen
    (heute Geschwister-Scholl-Gymnasium) und

  • eine Haushaltungsschule in Gemünd/Eifel.

  

1937/38 Schließung aller Schulen des Klosters durch die Machthaber des Dritten Reiches.

Am 6. April 1937 muss das Kloster unter Androhung von Zwangsmaßnahmen sein Volksschulhaus der Stadt zur
Verfügung stellen. Der Name “Klosterschule” fällt und wird durch die Bezeichnung “Rheinschule” ersetzt.

Die Schwestern suchen nach einem neuen Aufgabengebiet.  Bischöfe aus Brasilien und Peru bitten das Kloster um Schwestern für ihre Missionsarbeit. Im Spätjahr 1937 erfolgt die erste Aussendung in den brasilianischen Norden,
1938 reisen die ersten Schwestern nach Peru. Insgesamt verlassen zwischen 1937 – 1939 mehr als 30 junge
Schwestern Speyer, um in Südamerika Schulen aufzubauen

Dort wirken die Schwestern des Klosters St. Magdalena  noch heute.

 Nach dem Zusammenbruch 1945 erhalten im Herbst die Schwestern die Genehmigung zur Eröffnung einer Realschule. Sie werden auch aufgefordert, wieder die katholische Mädchenvolksschule der Stadt Speyer zu leiten.

In den folgenden  Jahren werden folgende Schulen eröffnet:

1945   Mädchenvolksschule    (bis 1970)
1945    Realschule (ab 1949 Oberrealschule) jetzt Edith-Stein-Gymnasium        (bis 2010)
1945   Wiederaufnahme der Handarbeitsschule im Marienheim   (bis 1954)
1945   Wiederaufnahme der Haushaltungsschule im Marienheim   (bis 1962)
1948     Frauenarbeitsschule im Kloster St. Magdalena    (bis 1972)
1948    Hauswirtschaftliche Berufsschule im Marienheim   (bis 1955)
1949    dreiklassige Mittelschule im Kloster St. Magdalena   (bis 1971)
1949   Berufsfachschule für Damenschneiderinnen im Kloster St. Magdalena    (bis 1972)
1954     Frauenoberschule    (bis 1965)
1955      Höhere Frauenfachschule im Marienheim   (bis 1972)
1957     Grundsteinlegung des Edith-Stein-Gymnasiums   (bis 2010)
1961    Edith-Stein-Realschule   (bis 2010)
1962   Einjährige Berufsfachschule im Marienheim    (bis 1970)
1962     Zweijährige Berufsfachschule Hauswirtschaft/Sozialwesen  

(bis 1996)

1965   Sozialkundliches Gymnasium   (bis 1971)
1970    Hauswirtschaftlich-sozialpflegerische Berufsgrundschule für Lernbehinderte   (bis 1989)
1970     Berufsgrundschule  für Schüler mit Sekundarabschluss  im Marienheim   (bis 1987)
1970   Zweijährige hauswirtschaftlich-sozialpflegerische Berufsfachschule   (bis 1996)
1971   Fachschule für Sozialwesen /Bildungsgang Erzieher   (bis 1999)

 

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